Cyberkriminelle versuchen auf den verschiedensten Wegen an das Geld von Verbrauchern zu kommen

Besuchen Sie bestimmte Sexseiten im Internet und haben Sie hierbei Angst, dass jemand davon einen Mitschnitt gemacht hat? Wurden Sie vielleicht per Chat betrogen? Cyberkriminelle versuchen auf den verschiedensten Wegen an das Geld von Verbrauchern zu kommen. Dabei ändern die Verbrecher fast täglich ihre Texte in den E-Mails und deren dazugehörigen Anlass. Um welche Art der Erpressung es sich hierbei genau handelt, steht in unserem Artikel. Auch Onlinewarnungen haben darüber berichtet.

Wir haben in der Vergangenheit schon häufig über sogenannte Erpressungsversuche durch Kriminelle berichtet. Hierbei wurden „Sex Chats“ aufgenommen und dann mit der Veröffentlichung gedroht. Auch wurden bereits unbescholtene Bürger am Telefon bedroht und erpresst. Bei der neuen Masche werden die Opfer per E-Mail erpresst. Die Erpresser drohen dabei damit, die Opfer vor deren Freunden, Verwandten und Kollegen entsprechend bloß zu stellen. Dabei verbreitet sich schnell Angst und Schrecken unter den betroffenen Nutzern, wobei dies meist auch unbegründet ist.

Aus Scham und Angst werden dann häufig die geforderten Beiträge bezahlt. Schließlich sehen die Nutzer dann meist nur den Ausweg den Betrag zu bezahlen, damit sie den Betrügern entkommen können. Hierbei kommt häufig die virtuelle Währung Bitcoin ins Spiel. Für die ermittelnden Behörden ist es dann meist sehr schwer den Weg des Geldes zu verfolgen, wenn in Bitcoin bezahlt wurde. Wenn der geforderte Betrag bezahlt wurde, ist dann leider auch nicht direkt klar, ob es dann auch damit vorbei und ist keine weiteren Forderungen kommen.

Neuerdings werden auch ganz allgemeine Erpressungs-Mails an Nutzer verschickt, die keinen Bezug zu Sex oder Pornos direkt haben. In der E-Mail erklärt der Erpresser vielmehr nur, dass er einen Zugriff auf das Empfänger Postfach hat und angeblich über private Daten verfügt. Gegen eine Zahlung von „390 Euronen“ will der Erpresser dann angeblich verschwinden. Laut der E-Mail schreibt ein gewisser Shaomi Lee aus Asien. Diese E-Mails stößt natürlich auf sensibilisierte Opfer, da in der Vergangenheit schon häufig Millionen Passwörter von Onlinekonten veröffentlicht wurden.

Opfer werden mittels privater Videos erpresst (Sextortion)?

Das Thema Sex ist für die Kriminellen natürlich sehr interessant, da es ein Tabuthema ist. In vielen Fällen geht es um den Besuch von Webseiten mit pornografischen Inhalten. Das Opfer hat dabei angeblich eine mit Schadsoftware versuchte Seite besucht. Die Software soll dabei unbemerkt auf den Rechner des Opfers zugegriffen haben. So wurden dabei angeblich alle Kontakte des Erpressers mitsamt der E-Mailadresse ausgespäht und heruntergeladen. Auch wurde angeblich unbemerkt die Kamera des Opfers aktiviert und eine Aufzeichnung damit gestartet. In einer anderen Version wird dem Empfänger vorgeworfen, dass Sie dem Partner untreu gewesen sind. Dabei geht es nicht um peinliche Bilder oder Videos, die die Cyberkriminellen vorgeben zu besitzen. Dabei geht es nur um Vorwürfe wegen angeblicher Untreue. Auch fingierte Seitensprünge sind hier ein heikles Thema und können dabei die Leben und die Familien zerstören.

Gefahr lauert im Sex-Chat

Eine ganz neue Herangehensweise für die Cyberkriminellen ist die Erpressung von Anwendern, die mittels Chat oder auch mit oder ohne Kamera erotische Gespräche mit unbekannten Personen geführt haben. Dabei haben die Angreifer dem potentiellen Opfer über eine Schadsoftware beispielsweise in Form einer Doc Datei an eine E-Mail an das Opfer angehangen war. Hier wurde dann angeblich eine Hintertür geöffnet. So werden die Chats dann mitunter auf dem eigenen PC oder bei Videochats auf der Gegenseite aufgenommen. Mit dem erotischen Chat werden die Opfer dann entsprechend erpresst. Dabei ist es besonders problematisch, dass es keine Rolle spielt, ob der Chat via Facebook Messenger, Skype oder einem anderen Programm durchgeführt wurde. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserem Artikel „Nach Chat mit Nacktvideo erpresst“.

Schutzgelderpressung via E-Mail oder Bitcoin bezahlen

In neueren Fällen werden E-Mail Empfänger auch direkt bedroht. Dabei geht es nicht nur um die Veröffentlichung von eventuell gar nicht vorhandenen Daten oder Informationen. Es ist viel schlimmer. Der Absender der E-Mail kündigt nämlich an, dass er den Empfänger ermorden bzw. körperlich verletzen möchte. Angeblich hat er den Auftrag von einer dritten Person erhalten und soll diesen ausführen. Die E-Mails sind hierbei besonders gefährlich, da die Opfer den Wahrheitsgehalt dieser E-Mails nicht direkt einschätzen können und bezahlen in den meisten Fällen.

Bombendrohung per E-Mail mit einer Lösegeldforderung

Auch Unternehmen sind derzeit mit bösartigen E-Mails konfrontiert. So gibt der unbekannte Absender in einigen Fällen an, dass er in dem Gebäude des Unternehmens eine Bombe deponiert hat und einen Komplizen mit involviert hat. Wenn das Lösegeld dann nicht weniger Stunden bezahlt wird, geht die Bombe angeblich hoch. Hier werden oftmals sehr viele unschuldige Menschen beteiligt, weshalb diese Masche äußerst gemein und riskant ist. Niemand möchte gerne Verantwortung dafür übernehmen, dass tatsächlich eine Bombe explodiert. Auf Onlinewarnungen finden Sie nähere Informationen zu der E-Mail Erpressung mit anschließender Bombendrohung.

Wie läuft eine Erpressung per E-Mail ab?

In den meisten Fällen droht der Erpresser damit, dass er die privaten Videos veröffentlichen will. Angeblich habe er hier die privaten Kontakte des Nutzers ausgelesen und kann das Video so an alle Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen versenden. Das Opfer der Erpressung kann dies nur durch Zahlung eines Lösegeldes verhindern. Die Höhe ist hierbei häufig unterschiedlich. Meist wird hier auch noch Zeitdruck ausgeübt, weshalb dies dann meist innerhalb von 48 Stunden erfolgen soll. Auch hier wird die Zahlung meist nur in einer virtuellen Währung akzeptiert. Meist geht es hier um Bitcoin. Das Opfer bekommt dabei auch eine Zahlungsadresse in der E-Mail mitgeteilt.

Erpresser behaupten Angriff des Routers vom Opfer durchgeführt zu haben

In weiteren Fällen wir damit gedroht, dass die Erpresser den Router der Opfer manipuliert haben. Dabei geben sie an, dass sie eine Schwachstelle des Computers ausgenutzt haben. So soll bei der Verbindung des Computers mit dem Internet ein sogenanntes Rootkit heruntergeladen worden sein. Mit dieser Hilfe soll der Angreifer dann vollständigen Zugriff auf den PC des Opfers bekommen haben. Als Beweis gibt der Erpresser ein Passwort an und behauptet, dass er an den Account des Opfers eine E-Mail gesendet habe. Im letzten Rest der E-Mail steht dann noch der bereits bekannte Inhalt über die eigentliche Erpressung.

Handynummer des Opfers ist Erpressern bekannt

Teilweise werden die potenziellen Opfer auch mit der eigenen Handynummer erpresst. Damit möchten die Betrüger den Beweis antreten, dass sie tatsächlich an die Daten des Opfers gelangen können. So geschah dies in der Vergangenheit häufig über Passwörter. In neueren Fällen ist nun die Handynummer des Opfers dran. Viele Nutzer beunruhigt dies, da diese die berichtigte Frage stellen, woher die Erpresser die passende Handynummer und E-Mailadresse haben.

Da es nach den bisherigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf gibt, dass angebliche Trojaner oder Malware dafür verantwortlich ist, ist hierbei eher von gestohlenen Daten auszugehen. Bislang gibt es auch keinen Fall, bei dem wirklich Videomaterial vorhanden war und / oder gar auch versendet wurde. Allerdings zeigt die Masche, dass die Gauner mittlerweile eine Datei mit Handynummern und E-Mailadressen von verschiedenen Nutzern haben. Welche Informationen in diesen Daten genau enthalten sind, ist bisher nicht klar. Jeder Nutzer sollte daher prüfen, ob seine Daten bei einem der großen Datendiebstähle mit entwendet wurden.

Fakt ist also, dass nach dem aktuellen Stand noch keine Handynummer und kein Smartphone gehackt wurden. Die Daten stammen daher nicht vom jeweiligen Gerät und damit nicht vom Empfänger der Droh E-Mail. Die Handynummer ist den Betrügern jedoch bekannt, was den potentiellen Opfern natürlich etwas Angst macht.

Wie sieht diese Erpresser E-Mail genau aus?

Die aktuellen E-Mails sind stark personalisiert. So wird der Empfänger hierbei immer mit seinem Vornamen angesprochen. Im weiteren Verlauf der E-Mail wird dann auch der Nachname verwendet. Das führt vor allem dazu, dass immer mehr Menschen Angst vor der Erpressungsnachricht bekommen. Die E-Mails mit den Erpressungen werden öffentlich in ganz Europa hin und her versendet. Unserer Redaktion liegen dabei Nachrichten in verschiedenen Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch vor.

Passwörteranzeige soll Angst schüren

Bei neueren Versionen der E-Mails werden die potentiellen Opfer gezielt ausgewählt und damit noch mehr verunsichert. So sind gleich im ersten Satz Passwörter abgebildet, die zu dem jeweiligen Empfänger der Erpresseremail gehören. Dabei stammen diese vermutlich aus Datenpannen, die wir in der Vergangenheit schon häufig thematisiert haben.

Nachfolgend zeigen wir ein paar Versionen auf. Der Text kann sich jedoch im Einzelfall geringfügig unterscheiden. Vom Sinn her bleiben diese jedoch gleich.

Diese Betreffzeilen werden verwendet:

  • Dein Ruf steht auf dem Spiel
  • Ich hoffe, du hast Zeit, alles zu tun
  • Lies dies sorgfältig
  • Viel Glück bei der Lösung von Problemen
  • Dein Ruf steht auf dem Spiel
  • Ihr Leben kann zerstört werden
  • Virus-Angriff xoWeW
  • Es geht um Ihre Sicherheit.
  • Sicherheitsachtung!
  • Kompromat auf Sie
  • Alerte de sécurité!
  • Es schеint, dаss XXXXX dеin Pаsswоrt ist.
  • Du wirst im Internet bekannt
  • Deine Familienmitglieder bekommen einen Schock
  • Das ist Verlust der Verluste
  • Sicherheitshinweis (Ihre E-Mail-Adresse wurde gehackt)
  • Entfernen Sie diese Mitteilung nach dem Lesen!
  • Ihr Benutzerkonto wurde gehackt
  • Wann willst du es beichten?
  • yuor password
  • [english 100%] info – (Passwort entfernt)
  • Тickеt#46640432
  • password (*****) for max.muster@e-mail.de is compromised
  • max@muster.de, 72 Stundеn zu zahlеn
  • Ihr Konto
  • Ihr Benutzerkonto wurde gehackt aufgeknackt!
  • Re: NACHRICHT
  • Change your password immediately. Your account has been hacked.
  • You password must be need changed
  • Security Alert!
  • max@mustermann.de, 3 Tage zu zahlen ||
  • Dies ist meine letzte Warnung!
  • You have been hacked.
  • Sicherheitsalarm.
  • Hohe Gefahr. Konto wurde angegriffen.
  • Nachricht vom Sicherheitsdienst. Der Zugang zu Ihrem Konto erfolgt uber Dritte.
  • This account has been hacked! Change your password right now!
  • Hallo, mein Opfer. Ich habe dich beim Masturbieren aufgenommen! Ich habe ymjrq8lv.mpg erfasst.
  • Das ist meine letzte Warnung! max@mustermann.de
  • Sie wurden gehackt! Wichtige Nachricht für Sie!
  • This is my last warning
  • Video oder Konto
  • Belastendes Material – max mustermann
  • Wichtige Nachricht für dich
  • This is my final warning max@muster.de
  • Ihr Computer wurde übernommen
  • Computer voll Zugriff
  • ❗ ATTENTION! You are screwed now „name“…
  • WICHTIG! Ich habe dich beim ʍasturbieren aufgenommen! Ich habe name.mp4 erfasst.
  • Das ίst meine letzte Wɑrnung
  • Überprüfen Sie das angehängte Bild
  • Computer wurde gehackt! Wir haben ihre Daten
  • Benachrichtigung dringend behandeln
  • Ich habe Ihr Gerät unter … gehackt und Sie haben jetzt ein Problem…
  • Der Zugriff auf Ihr Konto wurde gefahrdet. Dateien auf Ihrem Gerat sind moglicherweise beschadigt oder kopiert.

So sehen die Inhalte der Mail aus:

Mail 1:

Guten Tag,

Sich zu befriedigen ist normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine große Schande. Ich habe dich eine Weile beobachtet, weil ich dich in einer Werbung auf einer Porno-Website durch einen Virus gehackt habe.

Wenn Sie das nicht wissen, werde ich es erklären. Ein Trojaner gibt Ihnen vollen Zugriff und Kontrolle über einen Computer (oder ein anderes Gerät). Das bedeutet, dass ich alles auf Ihrem Bildschirm sehen und Ihre Kamera und Ihr Mikrofon einschalten kann, ohne dass Sie es bemerken.

Ich habe ein Video aufgenommen, wie du dich befriedigst. Auf Knopfdruck kann ich dieses an alle Kontakte senden. Wenn Sie dies nicht möchten, senden Sie mir 460 Euro

ANLEITUNG:

1: Gehen Sie zu coinbase punkt com und erstellen Sie ein Konto.

2: Bestätigen Sie Ihr Konto mit Ihrem Reisepass oder Personalausweis.

3: Zahlen Sie das Geld auf Ihr Coinbase B I T C O I N Konto .

Anschließend senden sie dieser hierhin : 3LUoNUKvLobhG56XKkPLZhfnTPTDDSLcQi

Sollten Sie das nicht verstehen , nutzen sie Google.

Sobald die Zahlung eingegangen ist, lösche ich das Video und du wirst nie wieder von mir hören. Ich gebe Ihnen 48 Stunden , um dies zu erledigen.

Danach wissen Sie, was passiert. Ich kann es sehen, wenn Sie diese E-Mail gelesen haben, damit die Uhr jetzt tickt.. Es ist Zeitverschwendung, mich an die Polizei zu melden, da diese E-Mail nicht in irgendeiner Form nachverfolgt werden kann.

Grüße

Mail 2:

Ich gru?e Sie!

Ich habe schlechte Nachrichten fur dich.
22.01.2019 – an diesem Tag habe ich Ihr Betriebssystem gehackt und vollen Zugriff
auf Ihr Konto erhalten kontakt@onlinewarnungen.de .

Wie war es:
In der Software des Routers, mit der Sie an diesem Tag verbunden waren, gab es
eine Sicherheitsanfalligkeit.
Ich habe diesen Router zuerst gehackt und meinen bosartigen Code darauf abgelegt.
Bei der Eingabe im Internet wurde mein Trojaner auf dem Betriebssystem Ihres
Gerats installiert.

Danach habe ich alle Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert (ich habe Ihr
gesamtes Adressbuch, den Verlauf der angezeigten Websites, alle Dateien,
Telefonnummern und Adressen aller Ihrer Kontakte).

Ich wollte dein Gerat sperren. Und benotigen Sie eine kleine Menge Geld fur das
Entsperren.
Aber ich habe mir die Websites angesehen, die Sie regelma?ig besuchen, und kam zu
dem gro?en Schock Ihrer Lieblingsressourcen.
Ich spreche von Websites fur Erwachsene.

Ich mochte sagen – du bist ein gro?er Perverser. Sie haben ungezugelte Fantasie!

Danach kam mir eine Idee in den Sinn.
Ich habe einen Screenshot der intimen Website gemacht, auf der Sie Spa? haben
(Sie wissen, worum es geht, oder?).
Danach nahm ich Ihre Freuden ab (mit der Kamera Ihres Gerats). Es stellte sich
wunderbar heraus, zogern Sie nicht.

Ich bin fest davon uberzeugt, dass Sie diese Bilder Ihren Verwandten, Freunden
oder Kollegen nicht zeigen mochten.
Ich denke, 300€ sind ein sehr kleiner Betrag fur mein Schweigen.
Au?erdem habe ich viel Zeit mit dir verbracht!

Ich akzeptiere nur Bitcoins.
Meine BTC-Geldborse: 32EkEKnpCAp9KqdG6pUHF89v9f2ja8WCEk

Sie wissen nicht, wie Sie die Bitcoins senden sollen?
Schreiben Sie in einer Suchmaschine „wie Sie Geld an die BTC-Geldborse senden“.
Es ist einfacher als Geld an eine Kreditkarte zu senden!

Fur die Bezahlung gebe ich Ihnen etwas mehr als zwei Tage (genau 50 Stunden).
Keine Sorge, der Timer startet in dem Moment, in dem Sie diesen Brief offnen. Ja,
ja .. es hat schon angefangen!

Nach Zahlungseingang zerstoren sich meine Viren und schmutzigen Fotos
automatisch.
Wenn ich die angegebene Menge nicht von Ihnen erhalte, wird Ihr Gerat gesperrt,
und alle Ihre Kontakte erhalten ein Foto mit Ihren „Freuden“.

Ich mochte, dass du umsichtig bist.
– Versuchen Sie nicht, mein Virus zu finden und zu zerstoren! (Alle Ihre Daten
sind bereits auf einen Remote-Server hochgeladen.)
– Versuchen Sie nicht, mich zu kontaktieren (Dies ist nicht moglich, die
Absenderadresse wurde zufallig generiert.).
– Verschiedene Sicherheitsdienste helfen Ihnen nicht weiter; Auch das Formatieren
einer Festplatte oder das Zerstoren eines Gerats ist nicht hilfreich, da sich
Ihre Daten bereits auf einem Remote-Server befinden.

P.S. Ich garantiere Ihnen, dass ich Sie nach der Bezahlung nicht mehr storen
werde, da Sie nicht mein einziges Opfer sind.
Dies ist ein Hacker-Ehrenkodex.

Ich empfehle Ihnen von nun an, gute Antiviren-Programme zu verwenden und
regelma?ig (mehrmals taglich) zu aktualisieren!

Sei nicht bose auf mich, jeder hat seine eigene Arbeit.
Abschied.

Mail 3:

Hallo.

Ich denke, Sie werden nicht glücklich sein, weil ich eine sehr schlechte
Nachricht für Sie habe.

Vor ein paar Monaten (09/03/2019) habe ich Ihr Betriebssystem gehackt und
habe die volle Kontrolle über Ihr Gerät.
Ich habe eine kleine Anwendung in Ihr Gerät implantiert, die mir Ihre
aktuelle IP-Adresse sendet und es mir ermöglicht, eine Verbindung zu Ihrem
Gerät wie auf einem Remotedesktop herzustellen. Auch wenn Sie Ihr Passwort
ändern, hilft es nicht.

Wie habe ich dich angesteckt?
Der Router, über den Sie eine Verbindung zum Internet hergestellt haben,
wies eine Sicherheitslücke auf.
Sie können sich über dieses Problem informieren, indem Sie CVE-2018-10562
durchsuchen.
Ich habe Ihren Router gehackt und meinen Code darin abgelegt. Als Sie
versucht haben, eine Verbindung zum Internet herzustellen, hat mein Programm
Ihr Gerät infiziert.

Später habe ich eine vollständige Kopie Ihrer Festplatte erstellt (ich
habe alle Ihre E-Mail-Kontaktlisten, die Liste der von Ihnen besuchten
Websites, Telefonnummern, Passwörter usw.).

Wenig später, als ich Ihren Webbrowser-Verlauf durchsuchte, war ich
schockiert von dem, was ich sah !!
Die Websites für Erwachsene, die Sie besuchen … Sie wissen, was ich meine

Ich möchte nur sagen – Ihre Fantasien sind weit vom normalen Kurs
entfernt!…

In den letzten 2 Monaten habe ich Sie mit Ihrer Gerätekamera ausspioniert.
Vor allem, wenn Sie diese Websites besucht haben, um Spaß zu haben.
Diese Videos zeigen deutlich, dass Sie Spaß haben und die Inhalte für
Erwachsene, die Sie sich angesehen haben. Das ist ziemlich böse und ich
würde mir große Sorgen machen, wenn ich Sie wäre.

Ich habe 4 Videos gesichert:
max_mustermann_1555699510.mp4 (84.2 MB)
max_mustermann_1557092401.mp4 (110.5 MB)
max_mustermann_1554987958.mp4 (53.2 MB)
max_mustermann_1558055783.mp4 (29.0 MB)

Sie können überprüfen, ob die Zeitstempel den Momenten entsprechen, die
Sie amüsiert haben.

Da mir das, was ich gesehen habe, überhaupt nicht gefällt (das ist
ziemlich verrückt und hässlich), bitte ich Sie, mir eine Spende über das
Bitcoin-Netzwerk zu senden.

2000 Euro ist ein fairer Preis (unter Berücksichtigung Ihrer Perversionen).

Wenn Sie möchten, dass ich den gesamten Fall vergesse, die Dateien entferne
und die böse App deaktiviere, die Sie ausspioniert, senden Sie mir die
Bitcoin-Zahlung innerhalb von 72 Stunden. Ja, ich gebe dir nur 72 Stunden.

Hier ist meine Wallet:

=======================================
Senden Sie genau 0.315869 BTC an meine Adresse:

37n87idqD8YRK3Ube7a1ainDgBuvYoncSx

(Kopieren und Einfügen – Groß- und Kleinschreibung beachten)
=======================================
0.315869 BTC = 2000 euro

Wenn Sie mir das Bitcoin nicht senden, verspreche ich Ihnen, dass ich diese
4 Dateien mit Ihnen an alle Ihre Kontaktlisten, Mitarbeiter und Freunde in
sozialen Netzwerken senden werde.

Ich habe immer noch Zugriff auf Ihr Gerät und weiß, wann Sie diese
Nachricht gelesen haben. Als Sie es öffneten, begann die Zeit zu ticken.
Sie haben nur 72 Stunden!

Ich komme aus Russland und niemand wird dir helfen, wenn du diese E-Mail
meldest. Bevor sie mich finden, wird dein Leben ruiniert! Wenn Sie nicht mit
mir zusammenarbeiten, werde ich dieses hässliche Material sofort
veröffentlichen.

Deshalb rate ich Ihnen – senden Sie mir die Bitcoin und lassen Sie uns die
ganze Situation vergessen. Ich weiß, dass du es dir leisten kannst.

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Bitcoin senden sollen, gehen Sie zu Google
und suchen Sie, wie es geht. Es gibt viele Optionen wie CoinBase.

Hier ist nochmal meine Adresse:

=======================================
Senden Sie genau:

0.315869 BTC

an meine adresse:

37n87idqD8YRK3Ube7a1ainDgBuvYoncSx

=======================================

Denken Sie daran, den genauen Betrag wie oben zu senden! Auf diese Weise
werde ich es von Ihnen wissen.

Sei mir nicht böse. Dies ist nur meine Aufgabe, und Sie sind nicht die
einzige Person, die ich gefangen habe.

Seien Sie wütend auf Ihre Fantasien. Wenn Sie diese Websites nicht für
Erwachsene besuchen würden, hätten Sie kein Problem. Aber jetzt …

Ich warte auf dein Bitcoin.

Denken Sie daran, die Zeit tickt ..

Mail 4:

Ich schätze, Sie fragen sich, warum Sie diese E-Mail erhalten, richtig?

Es wäre sehr vorteilhaft für Ihre Privatsphäre, wenn Sie es nicht ignorieren würden.

Ich habe eine Malware auf einer nicht jugendfreien Website (… P… 0… r… n-Website) abgelegt. Als Sie das Video besuchten und betrachteten, war Ihr Gerät betroffen und hat eine Spyware auf Ihrem Computer abgelegt. Was Sie beide mit Webcam und Bildschirmaufnahme aufgezeichnet hat, während Sie Ihre „lustige Zeit“ hatten, in der ich genau sehen konnte, was Sie sehen.

Dies hat sich auch auf Ihr Smartphone über ein expl0it ausgewirkt. Denken Sie also nicht, dass Sie dies eine Minute lang umgehen können, indem Sie Ihr Betriebssystem neu installieren. Sie wurden bereits aufgenommen.

Danach sammelte meine Malware alle Ihre Messenger, E-Mails und Kontakte in sozialen Netzwerken.

Ich denke, das sind keine guten Nachrichten, oder?

Aber keine Sorge, wir können dieses Datenschutzproblem auf verschiedene Weise beheben. Alles, was ich benötige, ist eine Bitcoin-Zahlung von £6,160.00 GBP, was meines Erachtens angesichts der Umstände ein fairer Preis ist.

Die Bitcoin-Adresse für die Zahlung lautet: 1CxKgBQBE3QV46Kd2Rc2Ny5qkMqvPNHNkD

HINWEIS: ERINNERN SIE SICH, DIE BITCOIN-ADRESSE MIT UNS ZU BESTÄTIGEN, BEVOR SIE ZAHLEN, UM ZWEIMAL ZU ZAHLEN.

Wenn du Bitcoin nicht verstehst, gehe auf YouTube und suche nach „Wie kaufe ich Bitcoin?“ Oder google nach „Lokalen Bitcoins“. Das ist ganz einfach.

Sie haben nur 48 Stunden Zeit, nachdem Sie diese E-Mail gelesen haben, um die Zahlung zu senden. (Seien Sie gewarnt, ich weiß, wenn Sie diese E-Mail geöffnet und gelesen haben, habe ich ein Pixelbild darin platziert. Dadurch weiß ich, wann Sie die Nachricht genau geöffnet haben welcher Tag und welche Zeit)

Wenn Sie diese E-Mail ignorieren, habe ich keine andere Wahl, als das Video an alle gesammelten Kontakte weiterzuleiten, die Sie in Ihrem E-Mail-Konto haben, sowie auf Ihren Social Media-Konten zu posten und als persönliche Nachricht an alle Facebook-Kontakte zu senden . und natürlich das Video im Internet, auf YouTube und auf Websites für Erwachsene öffentlich zugänglich machen. In Anbetracht Ihres Rufs bezweifle ich sehr, dass Sie in dieser Zeit mit Ihrer Familie / Freunden / Kollegen in Kontakt treten möchten.

Sie können tatsächlich zur Polizei gehen, aber diese Leute werden wahrscheinlich nichts tun. Das Wichtigste, was sie tun können, ist, meine Brieftasche zu verschließen, und Sie werden anderen Leuten die Möglichkeit nehmen, mich zu bezahlen. Überlegen Sie also zweimal, bevor Sie dumme Dinge tun.

Wenn ich eine Zahlung erhalte, wird das gesamte Material vernichtet und Sie werden nie wieder von mir hören. Wenn ich praktisch aus irgendeinem Grund mein Geld nicht bekomme, z. B. weil ich nicht in der Lage bin, Geld an eine Brieftasche auf der schwarzen Liste zu senden, wird Ihr Ruf ruiniert. Also mach es schnell.

Denken Sie daran, hier ist meine Bitcoin-Kontoübertragungsadresse – 1CxKgBQBE3QV46Kd2Rc2Ny5qkMqvPNHNkD

Antworten Sie nur, um mich zu benachrichtigen, dass Sie eine Zahlung getätigt haben oder Fragen zur Zahlung haben, und klicken Sie dann auf Antworten. Versuchen Sie nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen, da ich eine Opfer-E-Mail verwende, die gehackt und entlarvt wurde.

Mail 5:

20.05.2019 Computer wurde gehackt! Wir haben ihre Daten von ACHTUNG <jfgadfng@marktwirt.de>

Guten Tag,

Masturbieren ist natürlich normal, aber wenn deine Familie und Freunde davon zeugen, ist es natürlich eine große Schande. Ich habe dich eine Weile beobachtet, weil ich dich in einer Werbung auf einer Porno-Website durch einen Virus gehackt habe.

Wenn Sie das nicht wissen, werde ich es erklären. Ein Trojaner gibt Ihnen vollen Zugriff und Kontrolle über einen Computer (oder ein anderes Gerät). Das bedeutet, dass ich alles auf Ihrem Bildschirm sehen und Ihre Kamera und Ihr Mikrofon einschalten kann, ohne dass Sie es bemerken.

Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie du auf der linken Bildschirmhälfte masturbierst und auf der rechten Hälfte siehst du das Video, das du gerade angesehen hast. Auf Knopfdruck kann ich dieses an alle Kontakte senden. Wenn Sie dies verhindern möchten, überweisen Sie einen Betrag von 500 EUR auf meine B I T C O I N Adresse.

Schritt 1: Gehen Sie zu coinbase punkt com und erstellen Sie ein Konto.

Schritt 2: Bestätigen Sie Ihr Konto mit Ihrem Reisepass oder Personalausweis.

Schritt 3: Zahlen Sie das Geld auf Ihr Coinbase B I T C O I N Konto .

Schritt 4: Schicken Sie die Münzen an die angegebene B I T C O I N-Adresse: 3Dn2hMXdd12ofhgxqzHTeF4wSqKntiEeC8

Sobald die Zahlung eingegangen ist, lösche ich das Video und du wirst nie wieder von mir hören. Ich gebe Ihnen 3 Tage, um die Zahlung zu machen.

Danach wissen Sie, was passiert. Ich kann es sehen, wenn Sie diese E-Mail gelesen haben, damit die Uhr jetzt tickt. Es ist Zeitverschwendung, mich an die Polizei zu melden, da diese E-Mail weder in irgendeiner Form noch in meiner B I T C O I N-Adresse nachverfolgt werden kann.

Grüße

Mail 6:

Hello

This will not take a lot of your study time, so right to the point. I obtained a
video clip of you fishing with your zipper trout when at the pornweb site you’re
went to see, due to a fantastic ass program I have was able to place on a couple
of web sites with that kind of content.

You click play button and all of the cameras and a mic start working it also
saves every darn thing from your personal pc, for example contact info, account
details or stuff like that, think just where i obtained this e mail from?)
Therefore now i know who i will deliver that to, in case you not necessarily
planning to settle down this with me.

I will put a account wallet address down below so that you can send me 780 usd in
2 dayz max via btc. See, it isn’t that large of a total to pay, suppose this
makes me not that bad of a person.

You are allowed to try and do whatever the fuck you want to, however in case i
will not find the total amount within the period of time stated over, clearly…
you already understand what may happen.

And so it’s up to you now. I’m not going to undergo all the details and shit,
simply ain’t got time for that and also you probably know that net is filled
with text letters such as this, therefore it’s also your final choice to trust
in this not really, there is certainly just one way to find out.

This is my bitcoin wallet address- 1LHTNocu6dCSwF6PVUMoFZgBfAJGYQwuvp

Have a great time and keep in mind that wall clock is beating

Mail 7:

Hello!

I’m is very good programmer, known in darkweb as alix44.
I hacked this mailbox more than 3 months ago,
through it I infected your operating system with a virus (trojan) created by me
and have been spying for you a very long time.

I understand it is hard to believe, but I have full access to your account:
You can check it yourself, I’m wrote you from yours account!

Even if you changed the password after that – it does not matter, my virus
intercepted all the caching data on your computer
and automatically saved access for me.

I have access to all your accounts, social networks, email, browsing history.
Accordingly, I have the data of all your contacts, files from your computer,
photos and videos.

I was most struck by the intimate content sites that you occasionally visit.
You have a very wild imagination, I tell you!

During your pastime and entertainment there, I took screenshot through the camera
of your device, synchronizing with what you are watching.
Oh my god! You are so funny and excited!

I think that you do not want all your contacts to get these files, right?
If you are of the same opinion, then I think that $677 is quite a fair price to
destroy the dirt I created.

Send the above amount on my BTC wallet (bitcoin):
19xT2Piyd9fg1Z3HNwX1SYkxSPaXeeBqZK
As soon as the above amount is received, I guarantee that the data will be
deleted, I do not need it.

Otherwise, these files and history of visiting sites will get all your contacts
from your device.
Also, I’ll send to everyone your contact access to your email and access logs, I
have carefully saved it!

Since reading this letter you have 48 hours!
After your reading this message, I’ll receive an automatic notification that you
have seen the letter.

Please do not try to answer me, the from-address is generated automatically!

I hope I taught you a good lesson.
Do not be so nonchalant, please visit only to proven resources, and don’t enter
your passwords anywhere!
Good luck!

Erpresser E-Mail mit einem eigenen Absender? Wurde ich jetzt gehackt?

In der letzten Zeit werden E-Mails nicht mehr mit beliebigen Absenderadressen versendet. Nein, mittlerweile steht im Absender häufig die eigene Emailadresse. Also die Adresse des Absenders und Empfängers ist damit gleich. Vielen Nutzern macht dies Angst, dennoch ist diese Angst unberechtigt. So wurde ihre Emailadresse in der Regel nicht gehackt, da Kriminelle einen solchen Aufwand im Regelfall nicht betreiben würden, nur um Ihnen eine E-Mail zu senden. Vielmehr wurde der Absender manipuliert. Dies ist mit einfachen Mitteln heutzutage problemlos möglich. Durch die Manipulation kann jede beliebige E-Mailadresse als Absender eingegeben werden.

Wussten Sie schon, dass auch Telefonnummern sowie die Anzeige der Rufnummer manipuliert werden können? So heißt dies jedoch auch im Umkehrschluss, dass der Angerufene ihre Rufnummer selbst bei unterdrückter Nummer auch auslesen kann. Dies ist teils sehr verrückt.

Wir raten jedoch dennoch dazu, dass Sie ihren E-Mail Account überprüfen sollten. In Einzelfällen stellt sich dann oftmals heraus, dass das E-Mailkonto des Nutzers tatsächlich gehackt wurde. Zunächst sollten Sie daher prüfen, ob ihre Emailadresse schon einmal in einer Datenpanne vorhanden war oder von einem Datendiebstahl betroffen war. Anschließend raten wir dazu, dass Sie ihr E-Mailkonto genau überprüfen sollten. Achten Sie daher auf Änderungen, die Ihnen unbekannt vorkommen. Sie sollten auch vorsichtshalber ihr Passwort ändern.

Besitzt der Absender wirklich Videomaterial von Ihnen?

In der E-Mail fühlen sich alle Nutzer angesprochen, die oftmals verschiedene Pornoseiten im Internet aufsuchen. Selbstverständlich fragt sich dann auch der Nutzerkreis der Personen, ob der Absender hier wirklich ein belastendes Material besitzt. Schließlich möchte niemand, dass ein Video gezeigt wird, was den Besuch einer Sexseite in Bild und Ton aufzeigt.

Die Frage kann nicht abschließend beantwortet werden. Aktuell gehen wir jedoch davon aus, dass es dieses Videomaterial nicht gibt. Bisher ist uns kein Fall bekannt, wo es im Nachgang zu der E-Mail eine E-Mail an die Kontakte gegeben hat und hier tatsächlich Bild oder Videomaterial versendet wurde. Meist handelt es sich in diesem Fall um Fake-Mails (Faketortion). Eine Infizierung des Computers mit Malware ist jedoch nicht grundlegend ausgeschlossen. Rein theoretisch ist es auch möglich, dass Kriminelle so in den Besitz von vertraulichen Daten gelangen.

Wenn Sie also erotische Chats machen und dabei die Webcam nutzen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Fremde hier belastendes Videomaterial von Ihnen haben könnten. Das Risiko ist jedoch vor allem deshalb groß, da die andere Partei im Videochat ebenfalls auch jederzeit Aufnahmen anfertigen kann.

Die Polizei ist ebenfalls der Meinung, dass hierbei aktuell kein Anlass zur Sorge besteht. Es wurden hierbei wohl kein Computer der Nutzer angegriffen. Der SWR hat sich erst jüngst sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und kann in Fällen der Erpressung etwas beruhigen.

Bundeskriminalalt äußert sich ebenfalls zu Erpresser-Mails

Nachdem diese E-Mails schon einige Monate im Umlauf sind, gibt es schier unzählige Versionen hierzu. Das BKA hat sich nun auch einmal eingeschaltet und dazu zu Wort gemeldet. So empfiehlt die Behörde via Facebook nun auf solche Mails nicht einzugehen und auch nicht zu bezahlen.

Aktuell beobachtet die deutsche Polizei eine neue Welle von Erpressungsemails:

Bereits Ende Juli haben wir auf die Erpressungsmails hingewiesen. In diesen wird gedroht, dass Masturbationsaufnahmen des Opfers veröffentlicht werden sollen

Die Täter verlangen dabei eine Zahlung von unterschiedlichen Summen in Form von Kryptowährung

Dabei geben die Täter oftmals vor, dass sie das Passwort des Opfers kennen. Dies kann durchaus durch das Opfer entwendet worden sein. Möglicherweise stammt es aus Leaks.

Einige E-Mails erwecken den Eindruck, dass sie vom Account des Opfers selbst kommen. Uns sind E-Mails sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch bekannt.

Bisher wurde in keinem der gemeldeten Fälle eine tatsächliche Kompromittierung beziehungsweise eine illegale Kameraüberwachung der verwendeten Computersysteme festgestellt. Die Polizei empfiehlt hierbei, dass der geforderte Betrag somit nicht bezahlt werden soll.

Haben die Betrüger wirklich meine Daten?

Die Daten, die in der E-Mail aufgeführt werden, sind bei den Betrügern. Diese können beispielsweise aus dem Darknet sein. Eventuell ist auch eine Datenpanne oder ein Datenklau dafür verantwortlich. Hier kann auch eine Hackerattacke irgendwo vorausgegangen sein. Aber – bisher ist uns nicht bekannt, dass ein Computer oder ein Smartphone gehackt wurde. Auch Mitschnitte, die angeblich gemacht und veröffentlicht wurden, ist bisher nicht vorgekommen.

Sind die Täter in der Lage weitere Konten zu hacken?

Das ist durchaus möglich. Vor allem dann, wenn dieselbe Kombination aus E-Mail und Handynummer und dem gleichen Passwort bei anderen Diensten verwendet wird. Daher raten wir Ihnen, dass sie die Passwörter der Onlinekonten regelmäßig ändern und diese entsprechend absichern. Sie sollten sich die Konten genau ansehen. Prüfen Sie, ob hierbei einige Änderungen in den Einstellungen vorgenommen wurden. Diese Änderungen sollten sie umgehend rückgängig machen. Anschließend sollten Sie dann ein sicheres Passwort vergeben. Hierbei sollten sie es vermeiden, auf die beliebtesten Passwörter der Deutschen zurückzugreifen.

Bezahlen oder nicht?

Manch einer wird vermutlich darüber nachdenken, ob er die geforderte Summe nicht einfach bezahlen soll. Hier geht es vielen schlichtweg um Ruhe und keine Probleme. Allerdings raten wir davon ab, sodass Sie nicht zahlen sollten. Schließlich haben Sie es mit Kriminellen zu tun und auf das Wort eines Erpressers können Sie sich nicht verlassen. Wenn Sie einmal bezahlt haben, haben Sie sich als Opfer qualifiziert. Dann lohnt es sich für die Betrüger noch weitere Forderungen an Sie zu stellen.

Wer derzeit eine Mietwohnung sucht, der sollte ebenfalls aufpassen. Mit gefälschten Wohnungsanzeigen versuchen Kriminelle derzeit Daten zu stehlen und dann mittels Postident Verfahren Straftaten im Namen der Wohnungssuchenden zu begehen. Wir erklären, welche Maschen dies betrifft.

So können Sie sich vor Erpressungen schützen

Ob Sie nun irgendwelche Seiten mit pornografischem Inhalt besuchen oder nicht. Sie sollten immer alle Vorkehrungen treffen, damit der Computer vor dem Befall von Schadsoftware geschützt werden kann. So ist ein hochwertiger Virenscanner Pflicht. Ein infiziertes Gerät kann auch ihre Kontakte zu neuen Opfern machen, weshalb Vorsicht geboten ist. Wenn Sie also eine Nachricht mit einer Erpressung erhalten, dann sollten Sie die Sache direkt ernst nehmen und bei der Polizei in der Nähe direkt Anzeige erstatten. Dies ist auch online möglich.

Wie sollten Sie auf so eine Erpressung reagieren?

Bei einer Erpressung handelt es sich eindeutig um eine Straftat. Hierbei spielt es auch keine Rolle, womit genau Sie erpresst werden, ob diese per E-Mail, telefonisch oder persönlich erfolgt. Wir raten dazu, dass Sie jede Erpressung zur Anzeige bringen sollten. So eine Strafanzeige können Sie ganz bequem online im Internet erstatten. Alternativ können Sie auch alle Beweismittel mitsamt der Kopfzeilen ausdrucken und zur nächsten Polizeidienststelle bringen.