Das Sozialamt hintergangen

Das Ehepaar fuhr einen Audi Q5, ging einer Arbeit nach und ließen sich auch die SUVA Taggelder auszahlen. Alles wurde von dem türkischen Ehepaar gegenüber der Gemeinde verschwiegen, denn es bezog zudem auch noch Sozialhilfe. Hierfür muss es sich nun vor Gericht verantworten. Übe diesen Fall, berichtet Bluewin.

Das vermeintliche Ehepaar ließ sich seit dem November 2017 von der Sozialbehörde in Embrach ZH finanziell unterstützen. Dabei gaben der Transporteur und seine Frau an, dass sie über keine gewerbsmäßigen Einnahmen verfügen und deshalb auf die Unterstützung angewiesen seien.

Quelle:   https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/sozialhilfebetrug-so-prellte-ein-ehepaar-die-behoerden-277400.html

Sozialhilfebetrug – so prellte ein Ehepaar die Behörden

Dies stimmt jedoch nicht, wie die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland überzeugt ist. So hat sie den 34-jährigen Mann und seine Gattin mit 37 Jahren wegen des unrechtmäßigen Betrugs von Sozialleistungen und wegen Pfändungsbetrug angeklagt. Die Behörde meint hierbei, dass sich das Paar durch unwahre und unvollständige Angaben Leistungen in Höhe von 20.489,65 Franken ergaunert haben soll. So müssen sich die türkischen Mitbürger am Mittwoch in der Sache vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Die Anlageschrift, die Bluewin vorliegt, zeigt durch die Staatsanwaltschaft auf, wie das Paar die Behörden hierbei geprellt haben soll. Die Gattin soll so bis mindestens März 2018 nach wie vor einer Arbeit nachgegangen sein. So diente hier als Beweismittel das Bankkonto der Frau. Dort gingen regelmäßig immer höhere Beträge ein. Sie habe dem Sozialamt dazu auch noch einen Hundebiss verschwiegen, wofür sie vom SUVA Taggelder bekommen hatte. Diese Gelder hätte sie eigentlich melden müssen.

Die größte, bisher nicht angegebene Summe, stammt jedoch von dem Audi Q5. Das Ehepaar fuhr das Auto zunächst als Leasingwagen. Gegen Ende 2017 lösten sie diesen Wagen dann aus, worauf er dann in deren Besitz überging. Der Audi erlitt dann bei einem Unfall im Mai 2018 einen Totalschaden, woraufhin das Paar rund 57.000 Franken einsackte. In diesem Fall gab es auch keine Meldung an das Sozialamt, was ebenfalls rechtlich bedenklich nicht korrekt war.

Gericht entscheidet über Urteil und Ausweisung

Derzeit sitzt das Paar in einem Züricher Gefängnis in Sicherungsverwahrung. Die Untersuchungsbehörden haben die Befürchtung, dass sie sich in die Türkei absetzen könnten. Für den Mann fordern sie eine Freiheitsstrafe in Höhe von mindestens 12 Monaten. Für die Frau sind 9 Monate anvisiert. Dazu sollen beide auch noch für 5 Jahre des Landes verwiesen werden.

Der Richter wird am Mittwoch in Bülach ZH entscheiden, wieviel Schadensersatz oder Genugtuung die Geschädigten hierbei bekommen werden.