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Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin. Gleichzeitig will das Ethereum Netzwerk viel mehr sein als „nur“ eine Kryptowährung. Smart Contracts, dezentrale Applikationen und dezentrale Organisationen sollen nicht nur den Finanzsektor revolutionieren. Dieser Beitrag klärt auf: Was ist Ethereum? Welches Potenzial könnte das Netzwerk besitzen? Und wie investieren Anleger in die Kryptowährung Ether?

Die wichtigsten Inhalte im Schnellzugriff

Geschichte von Ethereum

Ethereum wurde erstmals im Jahr 2013 durch Vitalik Buterin in einem Whitepaper beschrieben und Anfang 2014 auf der North America Bitcoin Conference in den USA vorgestellt. Im April 2014 folgte das Ethereum Yellow Paper, das das Whitepaper um formale Spezifikationen und konkrete Aussagen zur Ethereum Virtual Machine (EVM) ergänzte. Das Netzwerk startete im Juli 2015. Bereits im März 2016 entfiel auf die zum Ethereum Netzwerk gehörende Kryptowährung Ether eine Marktkapitalisierung in Höhe von mehr als 1 Milliarde USD.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zu Bitcoin: Ethereum wurde nicht durch einen anonymen Entwickler ins Leben gerufen, sondern wird durch die der Schweiz ansässige Ethereum Foundation geleitet. Zu den Mitbegründern zählen neben Vitalik Buterin auch Gavin Wood und Joseph Lubin. Die Ethereum Stiftung ist als Non Profit Organisation konzipiert. Um die Kosten der Entwicklung des Netzwerks zu decken, startete die Stiftung im Jahr 2014 eine Crowdfunding-Kampagne. Anleger konnten sich durch die Einzahlung von Bitcoin an dem ICO beteiligen. Damals wurden mehr als 18 Millionen USD akquiriert. Seit März 2017 gibt es die Enterprise Ethereum Alliance (EEA): Dann handelt es sich um ein Joint Venture aus Forschern, Startups, Banken und Großunternehmen.

Bisheriger Kursverlauf

Ethereum – genauer gesagt, die zum Ethereum Netzwerk zugehörige Kryptowährung Ether – weist im Hinblick auf die Kursentwicklung der zurückliegenden Jahre eine hohe Korrelation zum gesamten Kryptomarkt auf. Im Laufe des Jahres 2017 kam es zu erheblichen Kursgewinnen. Diese beschleunigten sich im weiteren Jahresverlauf 2017 erheblich, bis kurz nach der Jahreswende 2018 das bisherige Allzeithoch bei knapp 1450 USD erreicht wurde. Danach folgt eine Korrektur, die in der im späteren Jahresverlauf 2018 einsetzenden Bodenbildung mündete.

Die Abbildung zeigt den Ethereum Kursverlauf der Jahre 2016-2018.

 

Screenshot: Ethereum Kursverlauf

Bestandteile und Technik des Ethereum Netzwerks

Der für Investoren interessanteste Bestandteil des Ethereum Netzwerks ist die Kryptowährung Ether. Ether wird durch die Entwickler als Treibstoff für das Netzwerk beschrieben. Die Währung kann zum Beispiel eingesetzt werden, um Zahlungen im Rahmen von Smart Contracts zu leisten (siehe entsprechender Abschnitt unten).

Wichtige Fakten zu Ether:

  • Im Rahmen des Presales wurden 60 Millionen Ether erzeugt und an Investoren verkauft
  • 12 Millionen Ether wurden für die Entwicklung erzeugt
  • Pro neuem Block werden drei neue Einheiten Ether erzeugt und an die Miner verteilt
  • In der Ethereum-Blockchain entsteht ca. alle 15 Sekunden ein neuer Block

Was ist die Ethereum Blockchain?

Ethereum basiert genauso wie Bitcoin auf der Blockchain-Technologie. Allerdings werden in der Blockchain nicht nur Bezahlvorgänge, sondern auch diverse weitere Aktionen dokumentiert. Dazu zählen insbesondere Smart Contracts. Auf diese wird einige Abschnitte weiter unten genauer eingegangen.

Eine Blockchain ist eine Kette aneinanderhängender Datenblöcke. Letztlich handelt es sich um eine Art Register, in dem Transaktionen (dabei muss es sich nicht um das Übersenden von Geld handeln) unwiderruflich und unmanipulierbar dokumentiert werden. Neue Blöcke entstehen in der Ethereum-Blockchain ca. alle 15 Sekunden. Damit ein Block an die Blockchain angehängt wird, muss er von der Mehrheit der Netzwerkteilnehmer akzeptiert werden. Damit dies der Fall ist, müssen komplexe mathematische Bedingungen erfüllt sein. Diese Bedingungen lassen sich nur durch Rechenleistung erfüllen. Diese Rechenleistung wird durch Miner bereitgestellt.

Die Blockchain bietet entscheidende Vorteile gegenüber anderen Dokumentationsmethoden. Sind Blöcke einmal angehängt, ist es mit dem heutigen Stand der Technik nahezu unmöglich, Manipulationen vorzunehmen. Dadurch sind Transaktionen unwiderruflich vermerkt. Eine Einheit Ether kann dadurch jeweils nur einmal ausgegeben werden. In der Blockchain lässt sich zweifelsfrei dokumentieren, ob Vertragsparteien ihre Verpflichtungen erfüllt haben (und Zahlungen geleistet haben).

Die Blockchain ist dezentral. Jeder, der die Ethereum Software auf einem Rechner installiert, stellt dem Netzwerk Rechenleistung zur Verfügung und ist damit selbst Bestandteil des Netzwerks.

Eigentlich gibt es mittlerweile zwei Ethereum-Blockchains. Am 17. Juni 2016 wurden durch den Fehler einer unbekannten Partei in einem Smart Contract von „The Dao“ (siehe Abschnitt zu DAPPs und DAOs weiter unten) 3,6 Millionen Einheiten Ether im damaligen Marktwert von mehr als 65 Millionen EUR unbrauchbar gemacht. Eigentlich wäre die Transaktion irreversibel, wie dies für alle Blockchain Transaktionen gilt. Die Community beschloss sich jedoch zu einer sogenannten harten Abspaltung (Hard Fork), die es ermöglichte, den Verlust rückgängig zu machen.

Dadurch entstanden zwei Blockchains. Die heutige Ethereum Blockchain ist die neue, nach der Abspaltung weitergeführte Blockchain. Die ursprüngliche und bis zum ersten Block zurückreichende Blockchain ist heute als Ethereum classic bekannt.

Welche Aufgabe haben die Miner?

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Bitcoin und Ethereum ist das Mining. Miner bzw. deren Rechenleistung wird für den Betrieb des Netzwerks benötigt. Ethereum greift für das Anhängen von Datenblöcken an die Blockchain bislang auf einen Proof-of-Work Algorithmus zurück. Für Ende 2018 bzw. den Jahresverlauf 2019 ist hier eine Umstellung angekündigt. Dann soll ein Proof-of-Stake-Algorithmus namens Casper anstelle des bisherigen Verfahrens eingesetzt werden.

Gelingt es einem Miner, einen Block an die Blockchain anzuhängen, erhält er dafür eine Vergütung in Höhe von drei Ether. Bei jeglichen Kalkulationen im Hinblick auf Mining ist zu berücksichtigen, dass die durchschnittliche Blockzeit im Ethereum Netzwerk lediglich 15 Sekunden im Vergleich zu 10 Minuten im Bitcoin Netzwerk beträgt. Somit werden pro 10 Minuten 120 Ether an Miner ausgeschüttet. Die Chance auf das Anhängen einen Blocks und die Vergütung steigt mit der zur Verfügung gestellten Rechenleistung.

Mining ist damit (wiederum ähnlich Bitcoin) gleichbedeutend mit einer laufenden Geldschöpfung im Ethereum Netzwerk. Bislang ist nicht abschließend geklärt, ob und bei welcher Anzahl die Geldmenge begrenzt wird. Im Jahr 2014 einigten sich alle Parteien des Presales darauf, die Geldschöpfung auf 18 Millionen Ether pro Jahr zu begrenzen.

Auf den ersten Blick ist die Anzahl der Einheiten Ether damit unbegrenzt. Das Netzwerk weist jedoch darauf hin, dass bei einer Fixierung einer festen, jährlich neu hinzukommenden Anzahl Einheiten das relative Wachstum jedes Jahr abnimmt. Zudem soll das jährliche Wachstum im Zuge der Umstellung vom Proof-of-Work Algorithmus auf den Proof-of-Stake-Algorithmus reduziert werden.

Smart Contracts

Smart Contracts sind ein wesentliches Charakteristikum des Ethereum Netzwerks. Dabei handelt es sich um Programme, die automatisch ausgeführt werden, sobald eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Konkret: sobald eine in dem Contract festgelegte Summe in Ether über die Blockchain überwiesen wurde, wird der Code des Programms ausgeführt. Keine Partei muss den Zahlungseingang überprüfen oder den Start der Gegenleistung anleiten.

Alle Transaktionen (also auch die Gegenleistungen für Zahlungen) werden in der dezentralen Blockchain gespeichert. Smart Contracts werden überwiegend in der Programmiersprache Solidity entwickelt. Im Anschluss erfolgt die Übersetzung in einen Bytecode und die Ausführung über die Ethereum Virtual Machine (EVM).

Was bedeutet dies für die Praxis? Smart Contracts können in diversen Wirtschaftszweigen eingesetzt werden und dort die Produktivität erhöhen. Ein Beispiel dafür ist das Lizenzmanagement. Anbieter von Lizenzen (zum Beispiel für die Nutzung von Musik, Software etc.) können über Smart Contracts festlegen, dass jeder, der einen festgelegten Betrag bezahlt, automatisch Zugriff erhält. Rechtlich kann festgelegt werden, dass der Zugriff bei ausbleibender Zahlung entfällt. Auch im Finanzbereich, in der Zugangskontrolle und in diversen anderen Branchen könnten Smart Contracts in der Zukunft an Bedeutung gewinnen.

DAPPs und DAOs

Manche Ökonomen betrachten Unternehmen als einen Stapel von Verträgen. In Bezug auf Ethereum und Smart Contracts könnte diese Vision Wirklichkeit werden. Sogenannte dezentralisierte autonome Organisationen (DAOs) sind Unternehmen oder Organisationen, die dezentral geleitet werden und keinen Vorstand und keinen Geschäftsführer benötigen. Struktur und Regeln des Managements werden digital (und nicht abänderbar) durch Smart Contracts festgelegt.

Die bekannteste DAO ist „The Dao“. Diese wurde durch das Unternehmen Slock.it entwickelt und verkauft ihre eigenen Stimmrechtsanteile gegen Ether. Anschließend lässt die DAO ihre Anteilseigner über die Verwendung der akquirierten Ether entscheiden und leitet das Ether Vermögen entsprechend um.

Kommt Ihnen dies bekannt vor? The Dao ist damit eine Art vollautomatische Fondsgesellschaft, auch wenn hier selbstredend der rechtliche Mantel eines Fonds nicht vorliegt.

Dezentrale Anwendungen (DAPPs) sind Programme, die über Smart Contracts mit der Blockchain verbunden sind. Die Programme werden dadurch auf allen Nodes des Netzwerks gleichzeitig ausgeführt. Damit erfolgt die Ausführung dezentral. Während zum Beispiel eine klassische Website Server, Datenbanken etc. benötigt, wird eine DAPP ganz unabhängig von diesen Inputs über die Blockchain ausgeführt. Großes Potenzial besteht zum Beispiel im Hinblick auf Hackerangriffe, gegen die Blockchain-basierte Anwendungen sehr viel besser geschützt sind als klassische Computerprogramme.

Ethereum und Tokens

Die Ethereum Virtual Machine und die Blockchain ermöglichen es Unternehmen und Organisationen, eigene Smart Contracts und Anwendungen Blockchain-basiert zu erstellen und dezentral verwalten zu lassen. Für jede dieser Anwendungen können Unternehmen und Organisationen eigene Tokens ausgeben. Diese dienen als Währung innerhalb der jeweiligen Smart Contracts und Anwendungen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von sogenannten ERC-20 Tokens. Viele Analysten, die Ethereum besonders großes Potenzial unterstellen, verweisen auf diese Vielzahl von Tokens und argumentieren, dass Ether zu einer Art Leitwährung für eine gewaltige Anzahl von Kryptowährungen auf Basis von Ethereum werden könnte.

Ethereum ist pseudonym, aber nicht anonym

Anonymität ist vielen Anwendern von Kryptowährungen wichtig. Dabei muss klar gesagt werden: Ethereum ist ebenso wie Bitcoin nicht vollständig anonym. Vielmehr ist es eine Pseudonymwährung. Zwar gilt grundsätzlich, dass Anwender unbeobachtet handeln können, wenn ihre IP-Adressen und Ethereum Adressen Ihnen selbst nicht zugeordnet werden können.

Diese Anonymität ist jedoch begrenzt. Es ist kaum vorstellbar, dass größere Transaktionen durchgeführt werden können, ohne dass irgendein Partizipant seine Anonymität an keiner Stelle aufgeben muss. Dies gilt zum Beispiel, wenn Waren bestellt und an eine bestimmte Adresse geliefert werden oder Ether umgetauscht und auf ein reguläres Bankkonto eingezahlt wird.

Ist die Adresse eines Empfängers mitsamt der zugehörigen Person bekannt, lässt sich für Dritte unschwer ermitteln, von welchen Adressen an die betreffende Adresse Ether gesendet wurde. So können zum Beispiel ermittelnde Behörden Schritt für Schritt eine Transaktionskette aufdecken.

Für Ethereum ist dies eine gute Nachricht: Es eignet sich anders als in der Darstellung seiner Kritiker weitaus schlechter für illegale Transaktionen als Bargeld, dass seit hunderten von Jahren verwendet wird.

Was kosten Transaktionen in Ethereum?

Die Transaktionskosten im Ethereum Netzwerk sind nicht fix. Sie hängen unter anderem von der Auslastung des Netzwerks ab. Insgesamt fallen die Gebühren sehr niedrig aus. Für diesen Beitrag haben wir eine Stichprobe gemacht und Daten des Netzwerks zusammengefasst.

Der Stichprobe zufolge belief sich an einem unauffälligen Tag die durchschnittliche Transaktionsgebühr auf 0,00078 ETH, was zum damaligen Zeitpunkt ca. 0,175 USD entsprach. Der Median der Transaktionsgebühr belief sich auf 0,00026 CTA, was ca. 0,058 USD entspricht. Der Median teilt alle Transaktionen und die zugehörigen Gebühren in zwei Hälften. Eine Hälfte der Transaktionen war teurer als der Median, die andere billiger.

Wo wird Ethereum als Zahlungsmittel akzeptiert?

Ähnlich wie Bitcoin wird auch Ethereum bei einer wachsenden Zahl von Händlern als Zahlungsmittel akzeptiert. Dies gilt im stationären Handel genauso wie im Internet.

Vor allem für kleinere Händler ist die Akzeptanz von Ethereum und anderen Kryptowährungen mit einigem Aufwand verbunden. So muss den Kunden nicht nur eine Wallet kommuniziert werden. Vielmehr müssen die in Ether erzielten Einnahmen auch in Fiat Währungen umgerechnet und umgetauscht werden, sofern nicht auch der Wareneinkauf in Kryptowährungen bezahlt werden kann.

Vieles spricht dafür, dass die Akzeptanz von Ethereum vor allem durch zwischengeschaltete Instanzen wie zum Beispiel Shopping Apps vergrößert wird. So gab das Unternehmen Basepay im Jahr 2018 bekannt, dass über die App bei mehr als 11 Million Einzelhändlern mit Ethereum bezahlt werden kann. Die Einführung erfolgt im vierten Quartal 2018 zunächst für Android Smartphones, iOS Anwendungen werden für die nähere Zukunft erwartet.

Was ist der Unterschied zwischen Ethereum und Fiat Money?

Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen Ethereum und klassischen Währungen wie Euro, Dollar oder Pfund.

  • Fälschungssicher: Während Bargeld gefälscht werden kann (und offiziellen Statistiken zufolge auch regelmäßig wird), verhindern die im Ethereum Netzwerk verwendeten kryptografischen Verfahren jegliche Duplizierung der Währung. Der Proof-of-Work Algorithmus unterbindet nach heutigem Stand der Technik zuverlässig, dass eine Einheit Ether mehr als einmal verwendet werden kann.
  • Ohne dritte Instanz: Nur Barzahlungen können zwei Teilnehmer einer Transaktion diese vollständig ohne zwischengeschaltete dritte Instanz durchführen. Bei Zahlungen via Banküberweisung, Kreditkarte etc. sind stets Banken, Kartengesellschaften etc. involviert. Bei Ethereum gilt dies nicht: Hier können Zahlungen weltweit und rund um die Uhr direkt zwischen den Teilnehmern geleistet werden.
  • Keine Rückbuchung möglich: Für Zahlungsempfänger bietet Ethereum zusätzliche Sicherheit. Lastschriftrückgaben oder Einsprüche gegen Kartenumsätze sind in dem Netzwerk nicht möglich. Ist eine Zahlung einmal in der Blockchain vermerkt, lässt sie sich nicht mehr ändern. Ausgenommen: Extrembeispiele wie der Hard Fork, der zur Trennung von Ethereum Klassik und Ethereum führte.
  • Inflationssicher: Ethereum ist nicht beliebig vermehrbar. Auch wenn das Netzwerk noch nicht abschließend über die weitere Geldschöpfung entschieden hat, ist sicher, dass es maximal ein degressives, relatives Wachstum der Geldmenge geben wird. Fiat Money lässt sich dagegen durch Notenbanken prinzipiell beliebig ausweiten.
  • Schnell: In der Ethereum-Blockchain werden Blöcke sehr viel schneller erstellt als bei Bitcoin. Dies beschleunigt weltweite und grenzüberschreitende Zahlungen erheblich. Solche Zahlungen benötigen auf kommerziellem Wege mitunter noch mehrere Tage. Dies gilt insbesondere für klassische Banküberweisungen.

Bei Ethereum mitmachen

Um Ether und andere auf Basis von Ethereum erstellte Kryptowährungen zu verwahren sowie um Smart Contracts zu entwickeln, auszuführen und einzusetzen wird eine Software benötigt. Die Ethereum Wallet kann auf der zentralen Homepage des Netzwerks heruntergeladen werden. Dies ist jedoch nicht nötig, wenn lediglich Ether gekauft und gehalten werden sollen. Dann reicht eine einfache Wallet aus.

Was ist eine Wallet?

Eine Wallet ist eine Software für den Zugang zu Kryptonetzwerkem. Auch wenn Wallet ins Deutsche übersetzt „Geldbörse“ bedeutet, befinden sich darin keine Ether, sondern lediglich der Zugang dazu. Ether existieren nur auf der Blockchain und können auch nur über diese transferiert werden.

Die Wallet ist eine Art digitaler Schlüssel, mit dem Sie nachweisen, eine bestimmte Anzahl Ether zu besitzen. Der Schlüssel bezieht sich auf eine ganz bestimmte Adresse und gibt an, wie viele Ether sich dort befinden. Dieser Kontostand wird durch die Blockchain laufend aktualisiert. Um auf ihren Schlüssel zuzugreifen, müssen Sie Zugriff auf Ihre Wallet haben.

Es gibt verschiedene Arten von Wallets. Am häufigsten werden Sie bei Kryptobörsen auf Software Wallets stoßen. Dort wird der Zugriff auf ihre Wallet durch Passwörter und gegebenenfalls weitere Maßnahmen wie Zwei Faktor Authentifizierung gesichert. Dennoch lagern die Informationen auf den Servern der Börse. Hacker können sich hier Zugriff verschaffen. In der Vergangenheit ist dies bereits mehrfach geschehen.

Sicherer sind Wallets für Smartphones. Hier werden die Zugangsdaten auf Ihrem Endgerät gespeichert. Als besonders sicher gelten Hardware Wallets. Dies sind USB-Sticks, auf denen die sensiblen Informationen hinterlegt werden. Ein besonderer Vorteil ist die strikte Trennung vom Internet. Die ganz klassische Variante sind Paper Wallets. Dabei wird der private Schlüssel auf einem Stück Papier notiert.

Public Key und Private Key bei Ethereum

Ether wird über die Blockchain an Adressen gesendet. Eine Adresse besteht aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel. Der private Schlüssel ist eine Art zufällig generierte Zahl und wird in Wallets gespeichert. Der private Schlüssel wird benötigt, um Transaktionen zu autorisieren. Jeder, der den privaten Schlüssel kennt, kann Zahlungen vornehmen. Der öffentliche Schlüssel leitet sich aus dem privaten Schlüssel ab und wird auch als Wallet Adresse bezeichnet.

Geld verdienen mit Ethereum Mining?

Ethereum Mining ist eine Alternative zum Kauf der Tokens. Miner erhalten pro angehängten Block 3,0 Einheiten Ether. Ethereum Mining ist grundsätzlich etwas dezentraler angelegt als Bitcoin Mining, sodass die Teilnahme mit Grafikkarten prinzipiell möglich erscheint. Ob sich das Vorhaben lohnt, hängt unter anderem von der Preisentwicklung (Einnahmen) und den Kosten (Rechenleistung und Stromverbrauch) ab. Ethereum Mining Rechner im Internet erleichtern eine detaillierte Kalkulation.

Wir gehen an dieser Stelle nicht näher auf Ethereum Mining ein, da für die nächste Zeit (Ende 2018/Jahresverlauf 2019) signifikante Veränderungen im Mining Prozess des Netzwerks angekündigt sind. Deren Auswirkungen auf die Profitabilität von Mining sind noch nicht absehbar, weshalb sich Überlegungen im Hinblick auf größere Anschaffungen etc. unserer Ansicht nach verbieten.

In Ethereum investieren

Investments in Ethereum sind auf verschiedenen Wegen möglich. Zwar stehen bislang nicht ganz so viele Möglichkeiten zur Verfügung wie im Fall von Bitcoin, der auch über einen Future an der Chicago Mercantile Exchange (CME) und ein Investmentzertifikat von Vontobel handelbar ist. In Ethereum können Sie jedoch über CFDs, Exchange Traded Products, Trusts und im Wege eines Direktinvestments in echte Coins investieren. CFDs werden Abschnitt Ethereum Trading genauer thematisiert.

Ethereum Trusts

Ethereum Trusts sind Unternehmen, deren Anlagevermögen nahezu vollständig aus Ethereum besteht. Die Unternehmen kaufen und verwahren Ethereum (zumeist im relativ sicheren Cold Storage Verfahren). Der Wert eines Trusts orientiert sich damit sehr stark an Wert von Ethereum. Aktien von Trusts werden an (vornehmlich nordamerikanischen) Börsen gehandelt und können auch durch deutsche Anleger über Broker erworben werden. Die Unternehmen verlangen für ihre Leistung eine Gebühr. Üblich sind jährliche Managementgebühren im unteren einstelligen Prozentbereich. Diese Gebühren mindern das Vermögen der Unternehmen und damit auch den Aktienwert. Zusätzliche Kosten fallen für börsliche Transaktionen und gegebenenfalls in Form von Depotentgelten an.

Exchange Traded Products (ETPs) auf Ethereum

Eine weitere Option für Investments in Ethereum sind Exchange Traded Products (ETPs) auf die Kryptowährung. Zu den bekanntesten Produkten zählt ein unlimitiertes Zertifikat des schwedischen Investmentunternehmens XBT Provider AB. Das Wertpapier wird an der Nasdaq Stockholm gehandelt und bildet die Kursentwicklung von Ethereum ab. Die jährliche Managementgebühr beträgt 2,5 %. Das Zertifikat ist auf den Ethereum Kurs in US-Dollar und in Euro erhältlich. Es wurden insgesamt 20 Millionen Wertpapiere ausgegeben.

Kryptobörsen

Kryptobörsen benötigen Sie für ein Investment in echte Coins. Nach einer Kryptobörse müssen Sie nicht mehr lange suchen: Die Zahl der Anbieter ist in den vergangenen Jahren mit den Kursen des Segments nach oben geschossen. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Börsen erheblich. Dies gilt für Regulierung und Kosten einerseits, für das zugrundeliegende Marktmodell andererseits.

Zu unterscheiden ist insbesondere zwischen Kryptobörsen mit einem Orderbuch, wie es auch bei Wertpapierbörsen eingesetzt wird und Börsen, die eigentlich als Brokerdealer auftreten. Die dritte Variante sind Marktplätze, auf denen ähnlich einem schwarzen Brett Anbieter und Nachfrager zueinander finden und den Kauf untereinander abwickeln.

Kryptobörsen mit Orderbuch

Kryptobörsen mit Orderbuch funktionieren ähnlich wie moderne Wertpapierbörsen. Denken Sie an die elektronische Handelsplattform Xetra, die den wichtigsten Handelsplatz für Wertpapiere<in Deutschland darstellt. Wie funktioniert Xetra? Markteilnehmer geben Aufträge in das Orderbuch ein. Die Aufträge werden nach festgelegten Regeln (Matching Rules) ausgeführt. Genauso verhält es sich auch bei Kryptobörsen mit Orderbuch.

Zu den bekanntesten Börsen dieses Typs gehört die asiatische Plattform Binance. Deren Handelsoberfläche ist in der Abbildung unten zu sehen. In der Mitte sehen Sie den Ethereum Chart, darunter befindet sich das Orderticket. Es können Limit, Market und Stop Limit Orders eingegeben werden.

Achten Sie auf die beiden Kurslisten links in der Plattform. Die obere Liste enthält die Verkaufsaufträge, die absteigender Reihenfolge nach Kurswert sortiert sind. Dadurch steht der Verkaufsauftrag mit dem niedrigsten Kurs ganz unten in der Roten Liste. Unter der roten Liste sehen Sie die grüne Liste. Diese enthält die Kaufaufträge. Diese sind in aufsteigender Reihenfolge sortiert, sodass der Kaufauftrag mit dem höchsten Gebot ganz oben in der grünen Liste steht.

Binance als Börsenbetreiber verdient nichts an den Spreads. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu den anderen Börsentypen. Dafür fällt eine Kommission an. Diese beträgt im Fall von Binance 0,1 % des Transaktionsvolumens. Die Kommission fällt geringer aus, wenn der eigene Coin der Börse zum Bezahlen genutzt wird. Die Breite der Spraeds hängt von der Liquidität im Orderbuch ab. Im besten Fall beginnen die Spreads bei null.

Kryptobörsen als Krypto-Broker

Sehr viele Börsenbetreiber treten als Brokerdealer auf. Dies trifft z. B. auf Coinbase, BitPanda und AnycoinDirect zu. Hier beauftragen Sie die Börse mit dem Kauf bzw. Verkauf einer festgelegten Anzahl Einheiten Ethereum. Die Börse bietet Ihnen den Kauf bzw.  Verkauf zu einem bestimmten Kurs an. Die Börse ist dadurch zumindest zeitweise selbst im Besitz der Kryptowährung und verdient an den Spreads. Deshalb sind die Transaktionskosten bei diesem Börsentypen meistens in den Kursen enthalten. Der Handel bei Brokerdealern ist meistens teurer als bei Kryptobörsen mit Orderbuch.

Die Abbildung unten zeigt den Kauf von Ethereum bei AnycoinDirect. Die Börse wird durch ein Unternehmen mit Sitz in Rotterdam betrieben. Ein Vorteil von AnycoinDirect: Sie müssen Coins nicht in einer Wallet der Börse auszahlen lassen, sondern können eine beliebige Walletadresse angeben.

 

Kryptobörsen mit Marktplatz

Der dritte Typ Kryptobörse ist mit einem schwarzen Brett vergleichbar. Käufer und Verkäufer können ihre Gebote auf einer Plattform einstellen. Interessiert sich ein Käufer für ein Verkaufsangebot, kann er den Verkäufer kontaktieren. Die Börse unterstützt die Abwicklung. Dennoch wird ein Teil der Abwicklung (insbesondere die Zahlung) direkt zwischen den beiden Parteien abgewickelt. Zu den bekanntesten Börsen dieses Typs in Deutschland zählt der Marktplatz Bitcoin.de.

Ethereum Trading

Ethereum Trading bezeichnet als Oberbegriff alle Handelsansätze, bei denen die Kryptowährung mehr oder weniger aktiv gehandelt wird. In Abgrenzung dazu stehen Buy & Hold Ansätze. Ethereum Trading ist mit echten Coins genauso möglich wie mit CFDs. Mittlerweile bietet eine Vielzahl von CFD Brokern Kontrakte auf Ethereum an.

Was CFDs sind und welche Vorteile die Instrumente gegenüber dem Kauf echter Coins bieten, erfahren Sie den nächsten Abschnitten.

Was sind CFDs?

CFD steht für Contract for Difference, ins Deutsche übersetzt also Differenzkontrakte. Die Kontrakte eignen sich dazu, auf Kursveränderungen zu spekulieren. CFDs gibt es nicht auf Kryptowährungen sondern auch auf diverse andere Assets. Dazu zählen Aktien, Rohstoffe, Zinssätze, ETFs und Devisen. CFDs sind bereits seit Jahrzehnten im Einsatz.

Die Funktionsweise eines CFDs lässt sich am besten anhand eines Fallbeispiels erläutern. Dazu wird angenommen, dass Ethereum bei 200 EUR notiert. Sie möchten auf steigende Kurse wetten. Wie können Sie dies mit einem CFD tun?

Sie eröffnen dazu eine Longpositionen bei 200 EUR. In diesem Beispiel entspricht ein ganzer Ethereum Kontrakt 1,0 Einheiten der Kryptowährung. Steigt der Kurs der Kryptowährung um zum Beispiel 10 % auf 220 EUR, steigt auch der Wert des CFDs um 10 % auf 220 EUR. Der CFD bildet die Kursentwicklung des Basiswertes somit (nahezu) 1:1 ab.

Ein wichtiger Unterschied zu Direktinvestments in Kryptowährungen besteht in der Hebelwirkung. Um einen Ethereum CFD im Wert von 200 EUR zu kaufen, benötigen Sie bei vielen Brokern weniger als 200 EUR Einsatz. Bei einem Hebel von 2:1 benötigen Sie zum Beispiel lediglich 100 EUR. Steigt der Kurs dann von 200 EUR auf 220 EUR, erzielen Sie mit 100 EUR 20 EUR Gewinn. Der prozentuale Profit fällt dadurch höher aus.

Im Handel mit CFDs fallen Kosten an. Bei den meisten CFD Brokern bestehen die Kosten vornehmlich in den Spreads. So finden Sie typischerweise zwei Kurse vor: einen Kaufkurs und einen Verkaufskurs. So könnte ein Broker den Ethereum CFD mit 198/202 EUR quotieren. Wenn Sie eine Longposition eröffnen, zahlen Sie 202 EUR. Bei der Schließung der Position erhalten Sie den niedrigeren der beiden Kurse. Sollten Sie die Position einen Sekundenbruchteil nach der Eröffnung wieder schließen, hätten  Sie in diesem Beispiel vier Euro verloren. Dafür fallen keine Kommissionen oder Gebühren an.

Welche Vorteile bieten CFDs gegenüber echten Coins?

CFDs bieten gegenüber physischen Kryptowährungen diverse Vorteile. Diese betreffen die Regulierung, die Sicherheit, die taktischen Möglichkeiten und sogar steuerliche Aspekte. In den folgenden Abschnitten führen wir die wichtigsten Vorteile von Differenzkontrakten an.

Bessere Regulierung durch Behörden

CFD Broker sind als Finanzdienstleister sehr viel höheren Standards verpflichtet als die weitgehend unregulierten Kryptobörsen. Achten Sie im CFD Brokervergleich auf eine Lizenz eines EU Mitgliedstaates. Dann gelten die Rahmenbedingungen der EU Finanzmarktrichtlinie MiFID. Diese schreibt zum Beispiel vor, dass die Kundengelder getrennt vom Betriebsvermögen verwahrt und Broker an eine Anlegerentschädigungseinrichtung angebunden sein müssen. Den Webseiten der Behörden lässtsich zum Beispiel auch entnehmen, welche URLs im Internet ein Broker registriert und lizenziert hat. Dies verringert das Risiko, betrug durch Phishing oder ähnlichem auf den Leim zu gehen.

Mehr Sicherheit für die Kundengelder

Wenn Sie einer Kryptobörsen im Ausland Geld überweisen, wird dieses Geld auf Ihrem Kundenkonto verwahrt. Wird die Kryptobörse insolvent, ist das Geld höchstwahrscheinlich verloren. Bei Brokern verhält sich dies anders. Die meisten CFD Broker sind nicht im Besitz einer Banklizenz und dürfen deshalb keine Kundengelder verwahren. Deshalb erfolgt die Verwahrung der Kundengelder auf segregierten Kundenkonten bei zumeist renommierten Banken.

Segregierte Konten bedeutet, dass es sich nicht um Sammelkonten handelt, sondern um ein individuelles Konto für jeden einzelnen Kunden. Wird  der Broker insolvent, sind die bei den Banken verwahrten Einlagen nicht gefährdet.

Forderungen gegen einen CFD Broker können nicht nur aus zuvor eingezahlten Kundengeldern, sondern auch aus offenen Geschäften in CFDs resultieren. Haben Sie bei einem Broker eine Position geöffnet und wird der Broker insolvent, sind auch diese Ansprüche nicht verloren. Der Grund: Anlegerentschädigungseinrichtungen springen dann ein und erstatten (wie im Fall des zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds ICF) Ansprüche bis zu einem festgelegten Maximalbetrag.

Wetten auf steigende UND fallende Kurse

CFDs erweitern Ihre taktischen Möglichkeiten erheblich. Mit CFDs können Sie nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse spekulieren. Dazu müssen Sie lediglich eine Shortposition eröffnen. Shortpositionen in CFDs funktionieren spiegelbildlich zu Longpositionen. Shortpositionen in echten Coins sind allenfalls mit erhöhtem Aufwand möglich und sehr teuer. Sie müssen sich Bestände leihen und diese in der Hoffnung veräußern, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Kurs wieder zurückkaufen zu können.

Professionelle Handelsplattformen

CFD Broker stellen ihren Kunden professionelle Handelsplattformwn zur Verfügung. Die modernen Plattformen sind als Komplettlösung für Trader konzipiert. Inklusive sind typischerweise aufwändige Chartingtools mit diversen Chartvarianten, einer umfangreichen Indikatoren Bibliothek, einer Entwicklungs- und Testumgebung für automatisierte Handelssysteme inklusive Programmierhilfe, Newsfeeds zu Nachrichtenagenturen, Wirtschaftskalender für Newstrading, Social Trading Plattformen, Chartmustererkennungssoftware, Marktscannern und viele weitere Features. Bei den meisten Kryptobörsen steht Ihnen dagegen allenfalls ein einfacher Chart zur Verfügung.

Mehr Qualität können Sie auch im Bereich Kundenservice erwarten. Die wenigsten Kryptobörsen stellen einen deutschsprachigen Support per E-Mail, Telefon Live Chat zur Verfügung. Bei CFD Brokern ist dies die Regel, sofern eine enge Verbindung zum deutschen Markt besteht.

Social Trading

Social Trading ist insbesondere für Einsteiger interessant, die in Kryptowährungen wie Ethereum investieren möchten, aber über keine Strategie verfügen. Das Prinzip von Social Trading ist einfach: Trader teilen ihre Trades mit anderen Benutzern. Diese Benutzer können als Follower auftreten und die Trades erfolgreicher Trader automatisch auf ihr eigenes Konto kopieren lassen. Es ist möglich, ein Portfolio aus verschiedenen erfolgreichen Tradern anzulegen und dadurch das Risiko zu streuen. Auch die Trader, die ihre Transaktionen über die Plattformen veröffentlichen, haben ein handfestes wirtschaftliches Interesse: Die Plattformen vergüten Trader für die Umsätze, die Follower tätigen.

Keine Hackerangriffe mit unkalkulierbaren Folgen

Wenn Sie echte Coins kaufen, gibt es ein unsystematisches Risiko fernab jeglicher Marktpreisrisiken. Es kann passieren, dass Hacker sich Zugriff auf ihre Coins verschaffen und diese entwenden. In der Vergangenheit sind bereits mehrere große Börsen Opfer solcher Angriffe geworden. Meistens lässt sich der Schaden nicht wieder rückgängig machen, da Transaktionen über die Blockchain irreversibel sind. Ein solches Risiko besteht bei CFDs nicht. Selbst wenn ein CFD Broker durch Hackerangriffe beeinträchtigt werden sollte, lässt sich Ihr finanzieller Status quo inklusive sämtlicher geöffneter Positionen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiederherstellen.

Große Gewinne mit kleinen Einsätzen durch Hebelwirkung

CFDs bieten Ihnen eine Hebelwirkung. Sie müssen nicht ihr gesamtes Engagement mit Eigenkapital unterlegen, sondern nur einen Teil davon. Bieten CFD Broker Hebel an, sind Werte von 2:1 üblich. Dann müssen Sie für eine Investition in Höhe von 1000 EUR lediglich 500 EUR einzahlen. Den Rest finanziert der Broker zu einem marktüblichen Zinssatz. Durch den Hebel partizipieren Sie überproportional an Kursveränderungen. Sie können somit größere Gewinne erzielen, jedoch bei einem ungünstigen Verlauf auch größere Verluste erleiden.

Steuerliche Vorteile durch pauschale Abgeltungsteuer

Für aktive Trader, die in relativ kurzen Abständen kaufen und verkaufen, sind CFDs steuerlich günstiger als echte Coins. Der Grund: Auf Gewinne aus kurzfristigen Geschäften mit echten Coins fällt mindestens Einkommensteuer in Höhe des persönlichen Steuersatzes an. Im Fall einer Einstufung als gewerblicher Händler kann zusätzlich Gewerbesteuer anfallen. Gewinne aus CFDs werden mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert. Auch die Freibeträge sind höher. Für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften gilt eine jährliche Freigrenze in Höhe von 600 EUR. Wird diese um einen Euro überschritten, erfolgt die Besteuerung ab dem ersten Euro. Für Kapitalerträge gilt dagegen ein jährlicher Freibetrag in Höhe von 801 Euro. Wird dieser um einen Euro überschritten, fällt auch nur auf diesen einen Euro Steuer an.

Rechtliche Einordnung von Ethereum in Deutschland

Was ist Ethereum aus der Sicht von Juristen? Die rechtliche Einstufung von Ethereum und anderen Kryptowährungen basiert bis heute auf der offiziellen Position der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Die Aufsichtsbehörde stuft Ethereum und andere virtuelle Währungen als Rechnungseinheiten gemäß § 1 Abs. 11 Satz eins KWG (Kreditwesengesetz) ein.

Was bedeutet dies? Mit der Einstufung gilt Ethereum aus Sicht der Behörde als Finanzinstrument. Rechnungseinheiten sind mit Devisen vergleichbar, lauten jedoch nicht auf ein gesetzliches Zahlungsmittel. Um eine Rechnungseinheit kann es sich grundsätzlich bei allen Ersatzwährung handeln, die auf privatrechtlicher Basis eingesetzt werden. Auch Werteinheiten, die bei privaten Ringtauschgeschäften eingesetzt werden, sind Rechnungseinheiten.

Die Einstufung als Rechnungseinheit bezieht sich nicht nur auf Ethereum, sondern auch auf alle anderen virtuellen Währungen wie zum Beispiel Ethereum, Ripple, Monero etc. Nach Auffassung der Bafin spielen aber weder die verwendete Software noch die eingesetzte Verschlüsselungstechnik eine Rolle.

Wichtig: Virtuelle Währungen wie Ethereum sind nicht mit E-Geld zu verwechseln. E-Geld im Sinne des ZAG (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz) erfordert die Existenz eines Emittenten. Dieser Emittent gibt E-Geld unter Begründung einer Forderung gegen sich selbst an andere Marktteilnehmer aus. Bei Kryptowährungen gibt es keine solche zentralisierte Institution, die Emissionen vornimmt und dabei als Schuldner auftritt. Dies gilt auch, wenn zum Beispiel ein ICO durch eine Stiftung oder ein Unternehmen betrieben wird, da Kryptowährungen anders als zum Beispiel Aktien oder Anleihen keine Forderung begründen.

Bafin: Keine Erlaubnispflicht für Ethereum

Die Bafin hält den Einsatz von Ethereum als Zahlungsmittel nicht für eine erlaubnispflichtige Tätigkeit. Demnach muss weder ein Unternehmen, dass Ethereum als Zahlungsmittel akzeptiert, noch ein Kunde, der Waren oder Dienstleistungen mit Ethereum bezahlt, dafür eine Erlaubnis beantragen. Ebenfalls nicht erlaubnispflichtig ist nach Einstufung der Behörde Ethereum Mining. Auch hier verweist die Bafin darauf, dass bei diesem Vorgang keine Emissions- oder Platzierungtätigkeit vorliegt. Erlaubnispflichtig sind jedoch Leistungen mit Bezug zu Ethereum oder anderen Kryptowährungen, die in einem gewerblichen Umfang angeboten werden. Dies betrifft insbesondere Plattformen und Börsen.

Steuerliche Behandlung von Ethereum

Die steuerliche Behandlung von Ethereum entspricht der anderer Kryptowährungen. Damit gibt es insgesamt drei potenziell zutreffende steuerliche Tatbestände. Erstens können Gewinne als privates Veräußerungsgeschäft versteuert werden. Zweitens ist eine Besteuerung als Einkünfte aus Gewerbebetrieb möglich. Drittens kann Kapitalertragssteuer anfallen. Was gilt wann?

Sofern der Handel mit Ethereum in einem privaten Rahmen, d. h. in einem nicht gewerbsmäßigen Umfang, stattfindet, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft gemäß § 23 Abs. 1 Nummer 2 Einkommensteuergesetz vor. Dann gilt: Gewinne sind steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr vergangen ist (Spekulationsfrist). Wurde Ethereum zu verschiedenen Zeitpunkten angeschafft, gilt höchstwahrscheinlich das First in First Out Prinzip.

Liegt zwischen Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr, müssen Gewinne erklärt und mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Es gilt jedoch eine Freigrenze in Höhe von 600 EUR pro Jahr. Für Freigrenzen gilt: Beträgt der Gewinn genau 600 EUR, fällt keine Steuer an. Beträgt der Gewinn 601 EUR, fällt ab dem ersten Euro Steuer an.

Ein Veräußerungsgewinn liegt im Übrigen auch dann vor, wenn Ethereum zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen eingesetzt wird und der eingelöste Wert die Anschaffungskosten übersteigt.

Gewinne können mit Verlusten verrechnet werden. Nicht zuletzt deshalb sollten Anleger ihre Käufe und Verkäufe genau dokumentieren, um eine Verlustverrechnung gegenüber dem Finanzamt auch tatsächlich durchsetzen zu können.

Findet Handel in einem größeren Rahmen statt, ist eine Einstufung als gewerblicher Händler denkbar. Diese Einstufung wird im Zweifel durch das Finanzamt vorgenommen. Belastbare Richtlinien für diese Einstufung gibt es bislang nicht. Liegt gewerblicher Handel vor, handelt es sich bei den Gewinnen nicht um solche aus privaten Veräußerungsgeschäften. Demensprechend gelten weder die Spekulationsfrist noch die Freigrenze. Stattdessen müssen Gewinne als Gewerbeertrag versteuert werden. Verluste gelten ebenso wie sonstige im Zusammenhang mit der Beschaffung und Lagerung von Ethereum anfallende Ausgaben als Betriebskosten.

Eine gänzlich andere steuerliche Behandlung liegt vor, wenn anstelle physischer Kryptowährungen CFDs auf solche gehandelt werden. Dann handelt es sich um Kapitalerträge. Diese werden mit 25 % Abgeltungssteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) besteuert. Jeder Anleger Deutschland kann pro Jahr 801 EUR Kapitalerträge steuerfrei vereinnahmen. Gewinne können mit Verlusten verrechnet werden.

Die Abgeltungsteuer wird bei deutschen Brokern automatisch und mit abgeltender Wirkung an die Finanzämter abgeführt. Bei ausländischen Brokern entfällt diese automatische Abführung. Anleger müssen Steuern dann selbst berechnen, erklären und abführen.

Steuern bei Ethereum Mining

Wie Erträge aus Ethereum Mining besteuert werden, ist noch nicht abschließend geregelt. Die Bundesregierung ließ im Rahmen einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage verlauten, dass Einkünfte aus Mining als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 Einkommensteuergesetz eingestuft werden könnten, sofern das Mining in einem privaten Rahmen stattfindet. Aus der Antwort auf die Anfrage ließ sich jedoch nicht entnehmen, ob sich diese Einstufung nur auf die Transaktionsentgelte oder auf den Block Reward bezieht.

Fazit

Das Ethereum Netzwerk und die zugehörige Kryptowährung Ether haben dem Segment nach der Etablierung von Ethereum zusätzlichen Schub verliehen. Ethereum ist weitaus mehr als nur eine Kryptowährung mit zugehöriger Blockchain. Die Technologie ermöglicht es Unternehmen und Privatpersonen, zahlreiche Abläufe zu automatisieren und von einzelnen Personen unabhängig zu machen. Smart Contracts dürften in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen – nicht zuletzt, weil sich zahlreiche Großunternehmen für die Technologie interessieren.

Investitionen in Ethereum sind als Direktinvestments in echte Coins ebenso möglich wie über CFDs und (bei einer überschaubaren Auswahl) über Exchange Traded Products (ETPs) und Trusts. CFDs bieten im Hinblick auf Regulierung, Flexibilität und Sicherheit die größten Vorteile.


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